In 80 Gärten um die Welt

Freundeskreis besuchte die igs

Am 31.08.2013 - pünktlich um 7.30 Uhr - fuhren die Freundeskreis-Mitglieder in einem komfortablen Bus der Firma Ruser über die Köhlbrandbrücke in Richtung Hamburg-Wilhelmsburg zur igs. Dort angekommen gingen wir vom Westeingang aus zum Haupteingang

 

und wurden dort von zwei Führerinnen zum Rundgang empfangen. Aufgeteilt in zwei überschaubare Gruppen erfuhren wir einführend viel über Wilhelmsburg, die dortige Bevölkerung (aus über 100 Nationen!) und die Entstehungsgeschichte der igs.

Ausgangspunkt für unsere Reise in ferne Länder war der Begrüßungsgarten Hamburg als Tor zur Welt. Unsere Rundreise durch die „Welt der Häfen“ sollte uns in die verschiedenen Hafenstädte führen, die auch Phileas Fogg und Passepartout auf ihrer Reise  "In 80 Tagen um die Welt" besuchten.

Vom Eingangsportal der Victoria Station aus führte die Route über Dover-Calais, Brindisi, Suez, Mumbai, Kalkutta durch den „Tea Garden“, weiter nach Singapur mit historischen Schuten und zur Bamboom-Town nach Hongkong. Dort gab es viele Informationen über die traditionelle Baukunst und das imposante Riesengras, das unter optimalen Bedingungen bis zu einem Meter pro Tag wachsen kann.

Danach erreichten wir die große Hafenstadt Shanghai. Standen hier  Baumwollprodukte und Taihu-Steine („Lochsteingarten“) im Mittelpunkt, so erfuhren wir bei der nächsten Station Yokohama viel über die Entstehung und Verteilung von Seidenstoffen. 

Der Kreis schloss sich in Liverpool, der Stadt der Beatles. Der Garten "The Beat" erzählt von den Hamburger Jahren der Band aus Liverpool, die wohl für viele unvergessen bleibt.

Unser nächstes Ziel war die "Welt der Kulturen". Auf dem Weg dorthin bewunderten wir im Rosenboulevard eine Vielzahl von wunderschönen Rosen, die gerade zur zweiten Blüte angesetzt hatten und erreichten den ersten Beteiligungsgarten "Heimat" mit dem Motto: "Back to the roots – jeder kann einen Garten gestalten". Hier haben Schülerinnen und Schüler der Bonifatiusschule mit den Mitgliedern des Interkulturellen Gartens Wilhelmsburg einen Raum geschaffen, der aus kleinen Heimatgeschichten besteht. In Hochbeeten erfuhren wir anhand von Pflanzen aus aller Welt etwas über die Vielfalt der Kulturen.

Im Garten "Gaumenschmaus" war die Integration von Pflanzen verschiedener Herkunft zu entdecken. Es ging hier aber auch um die unterschiedlichen Herkünfte und die Esskulturen dieser Welt und um die enge Verflechtung der einzelnen Lebensweisen.

Wir wanderten am Kuckucksteich entlang und betraten den zweiten Beteiligungsgarten "Sit down". Dieser befasst sich mit Fragen wie "Wo möchte ich sesshaft werden?" oder "Wo lasse ich mich gerne nieder und wie soll mein Platz aussehen?"

Im Garten der Symbolik türmen sich Gemüsekisten zu verschiedenen Figuren auf. „Salad Bowl“ verkörpert Multikulti im Blumentopf und ist als  Schmelztiegel der Kulturen zu betrachten, erläuterte Katrin Bohse, unsere engagierte Führerin.

Der Garten "Intermezzo – no chicken, no talk – ein Grill-Garten" gibt Menschen die Möglichkeit, sich zum Grillen treffen. Die dazu passenden Kräuter wurden gleich mitgepflanzt. Und Hähnchenfleisch wurde ausgewählt, weil es in keiner der Religionen verboten ist…. no chicken, no talk  

Weiter ging es durch ein Labyrinth aus Hainbuchen- und Eibenhecken und bis vor eine 2,50 Meter hohen Kugel. Hier konnte man von Stücken Mozarts bis zu Liedern der Massai den verschiedensten Musikbeispielen aus aller Welt lauschen. Vom Garten "Klangvoll" ging es  über die Treppe zur Westseite zur "Wasserwelt"

In den 18 Gärten der Wasserwelten erfahren die Besucher von der Bedeutung des Wassers für Menschen, Pflanzen und Tiere und vom Wassermangel und Wasserüberfluss in den verschiedenen Regionen dieser Welt. Im Garten "Volltanken" erläuterte Katrin Bohse, dass, bevor unser Auto auch nur einen Meter zurücklegt, die Produktion für dieses Auto allein 450.000 Liter Wasser benötigt. 

Nachdenklich geworden führte unser Weg weiter, insbesondere zu den Gärten "Tischlein deck dich! – Vom Wasser zum Lebensmittel",  "Wasserkraft – Fallendes Wasser, hautnah spürbar" und "Wasser und Energie – Quelle des Glücks".

Als nächstes ging es zum "Aquarellgarten – Farbenspiel im lebendigen Glück" mit Blick auf den "Geysir – Kraft der Erde" und den Wasserspielplatz, um dann in die verdiente Mittagspause zu starten. Danach hatten wir noch ausreichend Gelegenheit für individuelle Erkundungen wie beispielsweise zum Besuch der Schauhallen, des Dahliengartens oder einer Fahrt mit der Monorail. Von hier aus konnten die Sieben Themenwelten mit 80 Gärten aus luftiger Höhe in der Vogelperspektive  bestaunt werden.

Wir danken Michael Braun und Susanne Petersen für die erstklassige Organisation der Fahrt. Ohne ihren engagierten Einsatz wäre diese eindrucksvolle Fahrt nicht möglich gewesen.

 AnBoeh