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Sensationelle Blütenentwicklung beim Grasbaum

Bei einem unserer Besuche im Botanischen Garten Kiel lernten wir im Jahr 2014 ein ca. 400 Jahre altes Juwel kennen. Es handelt sich um den Blauschillernden Grasbaum (Xanthorrhoea glauca) aus der Familie der Xanthorrhoeaceae (Grasbaumgewächse), innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Die botanische Bezeichnung leitet sich von xanthos für gelb und rhoe für fließend ab. Dies bezieht sich auf das Akaroidharz.

Wir konnten verfolgen, wie sich die exotische Schönheit an seinem endgültigen Standort im Gewächshaus etablierte und beobachteten mit besonderer Freude die Entwicklung des ersten Blütenstandes im Dezember 2015. Doch damit nicht genug. "Black Boy" hat in der Zwischenzeit weitere vier Blütenstände hervorgebracht. Eine echte botanische Sensation!

Februar 2017: Fünf Blütenschäfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Februar 2017: Weitere Blütenschäfte (Foto: Astrid Böhmer)
Der Werdegang:

2014: Während der Eingewöhnungsphase stand der Neuankömmling im Topf

2015: Am endgültigen Standort scheint sich der Grasbaum wohlzufühlen

Dezember 2015: Erster Blütenschaft in Sicht!

 

Der Blütenschaft hat sich weiterentwickelt (Stand: Januar 2016)

Die botanische Bezeichnung leitet sich von xanthos für gelb und rhoe für fließend ab. Dies bezieht sich auf das Akaroidharz.

Grasbäume wachsen nur auf Tasmanien und in Australien. Sie können bis zu 600 Jahre alt werden und stehen unter strengem Naturschutz. Sie wachsen extrem langsam, mit einem Stammzuwachs von etwa 1-2 Zentimeter pro Jahr. Auffallend ist der fast schwarz gefärbte Stamm des "Black Boy". Dies kommt von Buschbränden, die Grasbäumen ohne Schaden überstehen können. Sie haben die Eigenschaft, nach einem Brand neue Blätter zu bilden und selbst verbrannte Blätter am Stamm können ihr basales Wachstum fortsetzen.Besonderheit: Der zu den Monokotylen (einkeimblättrigen) Pflanzen gehörende Blaue Grasbaum unterscheidet sich hinsichtlich des Wachstums bei Bäumen eklatant. Während bei diesen in den Stämmen eine mantelförmige Wachstumsschicht nach innen und außen neue Zellen bildet und so für das Wachstum in die Dicke verantwortlich ist, haben Grasbäume kein solches Kambium in ihren Stämmen, weshalb in der Regel kein sekundäres Dickenwachstum möglich wäre. Dass trotzdem ein sekundäres Dickenwachstum stattfinden kann, liegt an der Wachstumsschicht an der Sprossspitze mit der Fähigkeit, Zellen sowohl entlang der Wuchsrichtung als auch senkrecht zu bilden. Aber wegen der fehlenden Jahresringe kann das Alter nicht genau bestimmt werden.

AnBoeh

                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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