... zu Rinden und Borken - Geheimnis der Chinesenbärte

 Dem Geheimnis der „Chinesenbärte“ auf der Spur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eifrig machten wir uns auf den Weg, um „Chinesenbärte“ ausfindig zu machen. Dabei bedurfte es mehrerer Anläufe. Denn der Unterschied zwischen Überwallung, Astkragen und Winkelnarbe an der Austrittsstelle eines Seitenastes war uns nicht klar. Winkelnarben, auch Chinesenbärte genannt, können insbesondere bei Buche, Erle, Ahorn, Pappel, Rüster und Birke beobachtet werden. Bei Bäumen also mit einer vergleichsweisen glatten Stammoberfläche bzw. fehlender Borke. Verantwortlich für das Entstehen derartiger Winkelnarben ist wiederum das für das Dickenwachstum zuständige Kambium, das während der Wachstumszeit neue Zellen nach innen und außen bildet. Dadurch wird die Rinde im Winkel zwischen Baumstamm und Ast zusammengeschoben. Damit erklären sich auch die verschiedenen Krümmungslinien der Winkelnarben. Je länger diese bestehen desto flacher werden sie.

Nach dem ausführlichen Rundgang ist uns kalt geworden. Wir folgen dem nächsten Orientierungspunkt und betreten die Eingangshalle des Gewächshauses. Zu unserer Freude können wir eine kleine Pause mit Kaffee und Kuchen einlegen.

Wir bewundern den Ceylonzimt-Baum (Cinnamomum verum). Leider ist uns wegen der hohen Luftfeuchtigkeit im Tropenhaus kein präsentables Foto gelungen.