... zu Rinden und Borken - Rotbuche

Rotbuche

Mit kräftigen, steil aufwärts strebenden Ästen und davon ausgehend sich abwärts neigenden Zweigen steht sie vor uns: Die Rotbuche, auch Blutbuche genannt. Die Rinde ist unverborkt, glatt, olive-braun (bei jungen Buchen) bis silbergrau und leicht glänzend. Doch bereits an dieser Stelle stellt sich für uns die Frage: Was ist Rinde und was genau ist unter Borke zu verstehen? Der Gartenführer gibt Auskunft: 

Betrachtet man den Stammquerschnitt eines Baumstammes, so besteht dieser aus

  • einem dicken Holzkern,
  • dem für das sekundäre Dickenwachstum des Baumes zuständigen Kambium
  •  und einem vergleichsweise dünnen Rindenanteil.

Das Kambium besteht aus teilungsfähigen Zellen und bildet nach innen das Holz und nach außen den Bast, der im Gegensatz zum Holz aus lebenden Zellen besteht. In der Regel ist ein spezielles Korkkambium für die Korkbildung zuständig. Zusammen mit weiter aussen liegendem Gewebe – beides durch fehlende Versorgung abgestorben – bildet der Kork die Borke. Sie schützt den Baum vor schädlichen Witterungseinflüssen und erschwert das Eindringen von Pilzen, Bakterien und Insekten und bildet zusammen mit dem Bast die Rinde. Die Rinde besteht also aus den verschiedenen Gewebeschichten außerhalb des Kambiums.

Auf unserem Rundgang werden wir verschiedene Abschlussgewebetypen an Bäumen kennenlernen: Die Glattrinde (Buche), die Netzborke (Robinie, Tulpenbaum, Gemeine Kiefer), die Ringelborke, auch Ringelkork genannt, (Hänge-Birke, Papierbirke), „Korkleisten“ (Amerikanischer Amberbaum, Flügel-Spindelstrauch), die Streifenborke (Urweltmammutbaum), die Schuppenborke (Platane, Kanarische Kiefer, Gewürznelkenbaum, Echte Guave) und Stacheln (Zahnwehbaum, Kapokbaum).